Schwitzen fürs Schwitzen

Reinigungs- und Renovierungsarbeiten in der Copa-Sauna – Wiedereröffnung am Montag

Es ist heiß. Sehr heiß. Willkommen in der Saunalandschaft im Copa Ca Backum – da ist das doch jetzt nichts Ungewöhnliches. Stimmt. Nur: Die Saunen stehen sperrangelweit offen, die Bänke sind verwaist, kein einziger Bademantel, kein Handtuch in Sicht. Weil es zu heiß ist? Nein, weil die jährliche Revisionswoche ansteht.

Einmal im Jahr wird hier grundgereinigt, Technik und Möbel, Wände und Böden werden überprüft. Deswegen also die leeren Tauch- und Schwimmbecken, die Männer auf den Dächern in knallorangefarbenen Latzhosen, ein stetiges Zischen und Pfeifen, ein Hämmern, und ein brummender Rasenmäher auf der Liegewiese. 

„Das muss hier alles gut getimt sein, eine Woche von Montag bis Sonntag klingt lang, ist dann doch ziemlich kurz“, erklärt Badleiterin Petra Anlauf. Handwerker müssen pünktlich bestellt sein – vom Anstreicher, der die Gebrauchsspuren von an Wänden vorbeigeschlurften Taschen wegzaubert, über den Techniker, den Fensterputzer bis zum Fliesenleger müssen alle Hand in Hand arbeiten, damit direkt im Anschluss das Team des Copa Ca Backum die nächsten Schritte in Angriff nehmen kann. 

„Die Lüftungstechnik, die Pumpen, die Öfen – all das wird überprüft, und dazu auseinander gebaut. Das geht natürlich nicht, wenn das alles in Betrieb ist“, so Petra Anlauf. Obwohl die Öfen bereits seit zwei Tagen ausgeschaltet sind, strahlen die Steine, die sonst auf den Heizstäben ruhen, noch ordentlich Hitze ab. Zu der knallenden Sonne und den Temperaturen um die 35 Grad im Schatten sorgen sie für einen der heißesten Arbeitsplätze dieser Woche, obwohl es schon morgens um sieben losgeht. 

„Wenn die Steine raus sind, bürste ich die Sitzbänke der Galeriesauna mit Schmierseife ab, die Wände auch – das schäumt ordentlich“, sagt Bettina Höflich, Sauna-Mitarbeiterin in der Copa Oase, und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Ein paar Schritte weiter, eine Treppe hinab, vor der Erdsauna, steht ihre Kollegin Gabriele Ridder in kurzer Hose und Gummistiefeln. „Ohne geht es aber auf keinen Fall“, sagt sie. „Ich bediene gerade den Hochdruckreiniger, um die Außenböden zu reinigen. Das geht natürlich nicht in Badelatschen.“ 

Von oben blickt Petra Anlauf auf das leere Becken mitten in der Saunalandschaft und zeigt auf eine neue Lampe im äußeren Rund: „Wir haben lange nach einer Unterwasserbeleuchtung gesucht, die wir ohne große Baumaßnahme einsetzen können. Wir freuen uns, dass das jetzt während der Revision geklappt hat. Die Beleuchtung wird in der Dunkelheit zu einer schönen Atmosphäre in unserem Saunagarten beitragen.“ 

Thorsten Graf nimmt derweil den Ofen der Vulkansauna auseinander. „Insgesamt sind das im Außenbereich sechs Öfen und die drei der Innensaunen, deren Heizstäbe ich durchmesse, um zu sehen, ob sie noch voll funktionstüchtig sind. Auch die Steine müssen überprüft werden, denn die können bröseln.“ Erstaunlich: Unter dem Ofen ist es staubig. Petra Anlauf nickt: „Das passiert tatsächlich schnell. Deswegen reinigen wir auch außerhalb der Revision jeden Montag vor der Öffnung um 10 Uhr die Saunalandschaft ganz aufmerksam. Sonst hätten wir ganz fix einen Staubteppich in den Saunen.“ 

Drinnen sind bereits die Holzbänke vorgezogen. Kluge Technik lässt die Holzbretter sicher auseinander gleiten. Nur so können Birgit Berszuck und ihre Kollegen und Kolleginnen überhaupt überall dran, um alles auszuwischen. 

Die Sauna-Revision liegt damit sehr gut im Zeitplan. Ab kommenden Montag, 1. Juli, können hier auch wieder Gäste in den Saunen schwitzen. Dann natürlich erst die weiblichen Gäste - montags ist traditionell Damensauna. Ab Dienstag können wieder alle Saunafans in der Copa Oase gesund ins Schwitzen kommen.